Allgemeines Eichkamp-Forum

 

Das Eichkamp-Treffen 2016 fand statt vom 3. bis 5. Juni in Berlin
Erster Bericht, ein Video und viele Bilder jetzt online hier im Netz



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Für die Eichkamp-Reisen allerdings gibt es
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admin 30. Januar 2009 Allgemeines Forum 28 Kommentare

28 Kommentare zu “Allgemeines Eichkamp-Forum”

  1. Klaus H. Grabowskiam 8. Februar 2009 um 12:53 Link zum Kommentar

    Früher habe ich immer geglaubt,
    liebe Freundinnen und Freunde,
    Geschichte sei das, was vor uns gewesen ist und was inzwischen vergangen ist.
    Jetzt, da auch die VIStA sich aufgelöst hat, sind wir selber „Gechichte“, wie ein großer dicker Deutsche mal gesagt hat.
    Es ist lobenswert, lieber Conny, dass Du mit anderen zusammen wenigstens die Erinnerung bewahrst.
    Es war schon gut, dass Christa Zeh – schon allzu lange verstorben – in der Hausversammlung von Haus 2 bei der Personaldebatte über meine Aufnahme nach der Probezeit die Stimme für mich erhoben hat: Obwohl ich immer „sauber in der Küche“ war, gab es viele, die meinten, ich passe nicht zum „Eichkamp-Geist“ und sei nicht sozial genug (= zu selten im Bierkeller und zu kurz bei Flurfeten). Mit einer Stimme Mehrheit wurde ich dann Eichkamper – und sollte’s lange bleiben.
    Und im Bierkeller und bei Feten blieb ich dann wohl auch lange genug, wenn ich mich recht erinnere.
    Aber im Ernst: Die Zeit dort hat mich schon sehr geprägt. Von den internationalen Kontakten zehre ich bis heute, und meine politische Sozialisation wäre in einem möblierten Zimmer sicherlich anders verlaufen.
    Und Silvia hätte ich auch nicht kennen gelernt. Sie aufzunehmen (ich war inzwischen im Vorstand) war eine meiner besten Entscheidungen. Nach all‘ den Anfangsturbulenzen unserer Beziehung sind wir jetzt gut 37 verheiratet – 37 gute Jahre.
    Und von Zeit zu Zeit wieder Eichkamp-Treffen zu machen (wie in Loryma/Turunc) ist prima. Für mich muss es aber nicht jedes Jahr sein.
    Nach Island kommen wir nicht – als wir davon erfuhren, war unser Kalender schon weitgehend voll.
    Viele Grüße: Klaus

  2. Connyam 10. Februar 2009 um 13:12 Link zum Kommentar

    Klaus zu selten im Bierkeller – dass ich nicht lache!
    Nun käme er nicht mehr rein: Der Bierkeller ist (vermutlich für immer) geschlossen. Sanierung sowie Erneuerung der Leitungen sind dem Studentenwerk zu teuer…
    Conny

  3. Angelika Brandtam 10. Februar 2009 um 15:53 Link zum Kommentar

    Ich war zwar tatsächlich selten im Bierkeller ! ,
    kannte deshalb nicht viele Eichkamper aus meiner Zeit von 67 bis 71,
    habe aber auf den verschiedenen Alt-Eichkamptreffen
    – insbesondere den Reisetreffen: Turunc und Berlin –
    zu meiner positiven Überraschung – entgegen der jugendlichen Überheblichkeit von 67-71 – viele interessante und nette Eichkamper kennengelernt, die sich in einem alten Wir-Gefühl offen und herzlich zu begegnen wagten mit einem angenehm warmherzigen, kritischen Humor. Das hat Spaß gemacht!
    Insofern – und nach Ansicht der grandiosen Landschaft – habe ich mich spontan zu der Islandreise entschieden, obwohl diese Insel bisher überhaupt nicht auf meiner Reisewunschliste stand und ich mich im Moment auch noch mit der Befürchtung herumschlage ob der vielen Schwefelquellen 14 Tage einen faulen Eiergeruch in meiner empfindlichen Nase zu haben, oder? Sorry den Isländern!!!!
    Also Ihr Interessierten entscheidet Euch für Island, zumal wir Island doch unterstützen müssen, oder?!!!!!!
    Angelika Brandt

  4. Sverre Stuedahlam 20. Februar 2009 um 15:20 Link zum Kommentar

    Für uns Ausländer war’s eine Glücksache in Eichkamp einzuziehen, da haben wir die Sprache gelernt.

    Ich errinnere mich genau, auf der Treppe vor Haus B haben wir gesessen. Die Naomi (Stephens) kam aus unserem Haus. Als sie Mitten auf der Wiese war, hat der gute Jochen (Nietsche) gerufen „Naomi“. Hat sie sich umgedreht und der Jochen rief „Wie weit, glaubst Du, wärest Du gekommen, wärest Du weiter gelaufen?“ Konjunktiv gab’s damals auch.

    So haben wir die deutsche Sprache gelernt und im Bierkeller.

    Gruss von Sverre

    eamir Rase

  5. Eren Sagayam 1. März 2009 um 22:01 Link zum Kommentar

    Liebe Eichkamper!

    Vista ist aufgelöst, aber unsere Freundschaft zu Eichkamper – innen und Verbindung nach Eichkamp Berlin bleibt erhalten.

    Nach Island werde ich wegen Termingründen nicht kommen können.

    Aber jeder von Euch kann nach Istanbul kommen (kürzlich war Dimitri Frangos zusammen mit seiner Frau + 2 Töchtern in Istanbul)

    Viele liebe Grüsse an Euch alle!!!

  6. Axelam 11. März 2009 um 13:54 Link zum Kommentar

    Einen Kommentar von Carl Heinz David möchte ich den Alteichkampern nicht vorenthalten. Er schreibt:

    „Mit Interesse habe ich das Photo von der Abholung der letzten VISTA Unterlagen gesehen. Wir sind doch seit damals nicht unerheblich gealtert, auch wenn wir uns immer noch so jung und stark, wie damals, fühlen.“

    Wow, das ist doch was. Vielleicht sollten wir doch Neuaufnahme bzw. Wohnzeitverlängerung nach längerer Pause beantragen.

    Herzliche Grüße
    Axel

  7. Pavlo Tzivanakisam 12. März 2009 um 13:40 Link zum Kommentar

    Lieber Axel,
    VISTA ist aufgelöst, die Mauer ist ‚runter, die Genossen wachen am Bett des kulturellen Leidens und ich fühle mich auch letztens nicht sonderlich.
    Sollten wir nicht anstatt Wohnzeitverlängerung, lieber beim Senat beantragen, die ganze Eichkamp-Anlage zu einem vorbildlichen Alt(ers)-studentenwohnheim umzuwandeln? Die ersten Aspiranten für die nächsten 20 Jahre hab’n wir ja!

    Grüße,
    Pavlo T.

  8. Pavlo Tzivanakisam 12. März 2009 um 16:12 Link zum Kommentar

    P.S. Die neue VISTA muß natürlich umgenannt werden: zu BUONA VISTA!

    Pavlo T.

  9. Erhan Sarginam 14. Juli 2009 um 17:52 Link zum Kommentar

    hi Pavlo wie gehts denn so mann o mann
    hier erhan schreib mir email.
    İch würde mich riesen freuen dich wieder zu sehen
    alles gute
    erhab

    [admin: Weitergeleitet an Pavlo]

  10. Eren Sagayam 16. Dezember 2009 um 18:12 Link zum Kommentar

    Lieber Conny!
    Vielen Dank für Deine Aktivitaet beim Eichkamp Forum, ib. für die Möglichkeit der Eichkamp-Chronik herunterzuladen. Ich habe zwar damals einige Exemplare gekauft, aber es ist gut die Eichkampgeschichte beim Computer zu haben.
    In diesem Rahmen wünsche ich allen Eichkamper und – innen ein gesundes und gemütliches Neues Jahr.
    Bie bald im Sommer in Peleponnes

  11. admin für Ronald Schwarzam 19. Dezember 2009 um 16:00 Link zum Kommentar

    Rückblick, Ausblick und Neujahrsgrüße
    von Ronald Schwarz

    hier klicken und als pdf-Datei lesen.

  12. adminam 11. November 2010 um 18:22 Link zum Kommentar

    aus der Türkei ereilte uns die folgende Meldung:

    Alteichkamper in der südlichen Ägäis

    Zu einem informellen Treffen kamen in Loryma / Turunç in der südlichen Ägäis am Donnerstag, 14. Oktober 2010 die Alteichkamper Atilla Berker, Gabi Lühn-Schwanitz, Silvia Grabowski-Pamlitschka, Ulli Schwanitz und Klaus H. Grabowski zusammen.
    Bei einem Abendessen im Halbmondlicht 400 Meter über der Bucht von Turunç erinnerten die Versammelten an die Nacht vom 1. zum 2. Juni 1967, in der in Berlin viele Eichkamper den Beginn ihres persönlichen 1968 erlebten.
    Atilla erinnerte an den nächtlichen Besuch von Klaus in der Gefangenensammelstelle im Untergeschoss des Charlottenburger Rathauses, der eine lang anhaltende Freundschaft begründet hat.
    Die Versammelten waren sich einig, dass der so manifestierte alte Eichkamp-Geist in seiner besten Form weiter gepflegt werden sollte.
    Die fünf Alteichkamper setzten die Gespräche bis Ende Oktober 2010 fort.

  13. admin / Ronald Schwarzam 8. Dezember 2010 um 17:29 Link zum Kommentar

    Neun Seiten Rückblick, Ausblick und Neujahrsgruß von Ronald Schwarz.
    Hier klicken und als pdf-Datei lesen.

  14. Spam an Alteichkamper!am 19. April 2011 um 13:47 Link zum Kommentar

    Im Frühjahr 2011 hat ein Alteichkamper unsere Liste genutzt, um Spam zu versenden:

    „Liebe Alt-Eichkamperin, lieber Alt-Eichkamper,
    ich erlaube mir auf eine m.E. recht attraktiv verzinste
    Inhaber-Schuld-Verschreibung (ISV) […] hinzuweisen. Details befinden sich im Anhang. Soviel aber schon jetzt
    – ab 6% Zinsen
    – ab EUR 5000.- Kapitaleinlage
    – ab 6 Monate Laufzeit
    […]
    PS: Ich selbst streiche schon seit einiger Zeit die appetitlichen Zinsen
    ein, und das macht durchaus Freude.“

    Die Antwort erhielt er postwendend von dem Alteichkamper E.:

    „Lieber Herr S[…],
    unverlangte Werbung ist SPAM.
    Private Listen geschäftlich zu verwenden, ist auch
    bei ‚appetitlichen Zinsen‘ unappetitlich und darüber
    hinaus strafbar. Unterlassen Sie das in Zukunft.“

    Anmerkung dazu:
    Die Email-Anschriften waren der versendeten Liste entnommen.
    Auf der Website „Eichkamp.net“ sind die Email-Anschriften gegen Robots und Spammer bestens geschützt.
    Hier im Forum erscheinen keine Email-Adressen, auch nicht die von denen, die hier Einträge vornehmen.

  15. Bimal Kunduam 11. Dezember 2011 um 23:55 Link zum Kommentar

    Ich würde gerne mit Erika Schmid (erst Malerin, hat dann Indologie studiert) in Kontakt treten. Sie hat dort in der ersten Hälfte der 60er Jahre gewohnt. Kennt sie jemand?
    Ich würde mich über eine Nachricht sehr freuen.
    Bimal Kundu

    Anmerkung admin:
    Das Eichkamp-Forum leitet Mitteilungen gern an Bimal Kundu weiter!

  16. David Mabryam 20. Januar 2012 um 14:57 Link zum Kommentar

    Das eine schoene Erfahrung 🙂

  17. Conny Albrechtam 25. September 2012 um 15:50 Link zum Kommentar

    …das Wohnen in Eichkamp war für sehr viele eine sehr schöne Erfahrung. Vielleicht will ja nun jemand (wieder) dort einziehen.
    Das geht heutzutage ganz einfach auf elektronischem Weg. Lediglich auf dieser Webseite den Aufnahmeantrag anklicken, ausfüllen und absenden.
    Viel Glück 😉

  18. Stephan Weinholdam 8. Oktober 2012 um 18:48 Link zum Kommentar

    Hallo,

    wie geht’s ??? Habe vom SS ’69 an ca. 5 Jahre in wechselden Häusern im Eichkamp gewohnt…
    Von Bernd Handtke ( oder: Hanschke ?? ) hab‘ ich vor ca. 5 Jahren mal ein paar Mails aus Namibia erhalten, dann riß von seiner Seite her der Kontakt ab. Leider… hatte auch keine Postadresse. Hast Du/ habt Ihr im Eichkamp mal was von Emmanuel Mountakis gehört oder von Sami Tabara ( E-Technik, wohnte zuletzt mit seiner Deutschen Frau am Lietzensee ), von Ghosh oder andern VIP’s ??
    Den Süle ( Süleman Dino, Chemiker ) hatte es wohl nach Weinheim an der Bergstraße o.ä. verschlagen, er war ein guter Freund von Safter Cinar, der ja in der türkischen Community in Berlin wohl eine wichtige Rolle spielt.

    Euch allen Ehemaligen einen ganz herzlichen Gruß vom Südwestharzrand aus Herzberg,
    Euer Stephan Weinhold

    PS.: …habe nach meinem Diplom in Chemie noch 6 Jahre in der „Köthener Str.“ gewohnt & dort mein Zweitstudium Medizin gemacht ( manche kriegen den Hals nicht voll ! ) & dann nach meiner Klinikzeit als Allgemeinarzt fast 28 Jahre das Fell hingehalten, bin seit 3 Monaten Rentner ( schöner Beruf !! ).
    Falls Ihr mögt, könnt Ihr ja mal eine Mail schicken: stephan.weinhold{Klammeraffe}gmx.de

  19. Axel Mühlthaleram 12. November 2013 um 21:21 Link zum Kommentar

    Nachruf
    Am Montag, dem 11. November 2013 ist Olaf Ragnars verstorben. Er war begeisterter Eichkamper und liebte seine Stadt Berlin. Nach dem Studium der Zahnmedizin und einem Geschichtsstudium wurde er der Chef des Internationalen Flughafen Kevlavik auf Island. Bis kurz vor seinem Tod hat er noch seine Maschine auf Island geflogen. Für einige Eichkamper hat er im Jahr 2009 eine unvergessliche Islandreise organisiert und wir durften seine und die Gastfreundschaft seiner Frau Swana genießen.
    Wir sprechen unser tiefes Beileid seiner Swana und den Kindern aus. Wir werden Olaf nicht vergessen.
    Axel Mühlthaler

  20. Trauer um Günter Pütscham 7. Januar 2016 um 22:09 Link zum Kommentar

    „Unser“ Hausmeister Günter Pütsch ist am 20. Dezember 2015 im Alter von 90 Jahren verstorben.

    Im Ruhestand war er auf den Eichkamp-Treffen ein sehr willkommener Gast.
    An unserer Reise in die Ägäis 2007 hat er mit seiner Frau teilgenommen.
    Über nahezu jeden von uns konnte er da nette Erinnerungen aus der Studentenzeit erzählen.
    Der Film, den Günter Pütsch in Turunç gedreht hat, findet sich in unserer Mediathek.

    Wir trauern mit seiner Familie, der wir unsere Anteilnahme übermittelt haben.

  21. Peter Lustig ist gestorbenam 24. Februar 2016 um 22:54 Link zum Kommentar

    Der Alteichkamper Peter Lustig ist gestorben.
    Das ZDF erinnert hier bei YouTube an ihn.

  22. Pavlo Tzivanakisam 14. Mai 2016 um 20:27 Link zum Kommentar

    Ich habe es leider soeben erfahren…
    Herzliches Beileid an der Familie, und.. zu uns selbst. Wir haben einen fürsorgenden Hausmeister verloren, der unsere junghafte Eskapaden immer großherzig toleriert hat.
    Ich habe dazu in der Person von Günter einen lieben älteren Freund und Mitarbeiter (1975) verloren.
    Wir werden ihn nicht vergessen.
    Pavlo T.

  23. Pavlo Tzivanakisam 16. Juni 2016 um 21:17 Link zum Kommentar

    ”Alle Jahre, wieder?“ 2016
    ”Alle Jahre wieder,“ war es schön wieder Beisammen zu sein…In Eichkamp.
    Am Freitag ging es mit dem Ritual der Erkennung vor sich hin. Fünf Jahre ist immerhin eine schnell vergehende Zeitspanne in unserem Alter, die Spuren hinterlässt.
    Am Sonnabend dann, nahm der Eventmanager Axel wie immer das Wort, fing aber nicht mit den üblichen Begrüßungen an, sondern seltsamerweise mit den Worten, « Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget.»* Und wir müßten bestürzt an unsere herrlichen Eichkampjahren zurück denken, indem wir das liebevoll vorbereitete Menü verzehrten.
    Schon war der “traurige“ Sonntag da, die Mädels hatten himmlische Kuchen gebacken – die beste deutsche Kuchen die ich seit langem begegnete- und wir müßten +Kaffee… sünden.
    Da war die Zeit der sich unendlich wiederholenden Abschiedsfotos gekommen…Wir waren eigentlich zu wenig.. Ich vernahm während der Prozedur die Stimme des Primus Klaus Grabowski mit seinem Chor, leise, wie der Wind durch feinem Lindenlaub, singen, „ Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.“
    Der Moment des Abschiedes war gekommen, und wir sagten liebe, tröstende Worte einander, ohne uns für ein nächstes Mal zu verpflichten. Wir waren mit Prof. Eckhart auf und dran als letzte das Gelände zu verlassen, um den aufkommenden Regen zu entkommen, als ich noch drei Leute, da in der Ecke, unter dem vorstehenden Clubhausdach bemerkte. Einer von ihnen, ich glaube es war der Ehrwürdige Uwe Mohrman, sagte hinter mir skeptisch, „ Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich..“ Ich sah die Regenschleier vor uns herunter tanzen und mir fiel der letzte Vers des Gedichts ein. „… Denn das Gemeine – oder die Gemeinde?- geht klanglos zum Orkus hinab.“
    Gruß,
    Pavlo T.

    *Schiller soll mir verzeihen, sein Gedicht so zu verzerren

  24. Necmettin Canbek ist totam 29. August 2016 um 15:55 Link zum Kommentar

    Necmettin wurde im Sommer 2016 in Antalya von einem Auto angefahren.
    Wenig später ist er offenbar den erlittenen Verletzungen erlegen.

  25. Axel Mühlthaleram 31. August 2016 um 06:48 Link zum Kommentar

    Necmet war mir ein lieber Freund und er war ein begnadeter Techniker. Immer, wenn es etwas elektrisch zu schalten oder mechanisch zu richten gab, musste Necmet ran. Unvergessen folgende Geschichte: an einem Sommerabend, so gegen 21:00 Uhr, bog ich mit meinem VW von der Harbigstraße ins Studentenheim ein. Wenige Meter nach der Einfahrt stand ein anderer VW, hoch gebockt, ohne Räder, der Motor ausgebaut auf einem Tuch gelagert und eine Menge anderer Teil, Schrauben, Muttern Ringe und sonstige Kleinteile dazu. Ich fragte Necmet, was er denn macht. „Ich muss mein Auto für eine Fahrt nach Istanbul vorbereiten“. Meine Frage: „und wann fährst du“. „Morgen um 7:00 Uhr“. Und er fuhr um 7:00 Uhr und ist gut angekommen.
    Leb‘ wohl Necmet, vielleicht gibt es auch im Himmel was zu richten, du wirst es machen.
    Axel

  26. Pavlo Tzivanakisam 3. September 2016 um 22:12 Link zum Kommentar

    Necme oder die Electronic Gottes
    Das war wieder ein hieb ins Kreuz…Der gute Necme…
    Für Euch, die ihn nicht gut kannten, ist diese Seite zu klein um genügend Information einzutragen…
    Necme war ein hochintelligenter Bursche, innovativ, versierter Automechaniker und Elektronik Wizard. Reserviert, meistens einsam, beizeiten eigenartig. Verloren in seinen Gedanken, er konnte tagelang im Anzug schlafen um nicht den „Faden“ zu verlieren…Stets mit einer Zigarette im Mundwinkel und einen Glanz vom aufkommenden Scherz im Auge…Er liebte ja den feinen Jux.
    Er war jahrelang unser Technikreferent in Eichkamp, er sorgte für unsere Musik bei den Fetten und führte uns die feinsten Filmen der Kinoindustrie vor. Und er war auch der Technik voraus, ich muß nur an die komplizierten Beleuchtungsanlagen erinnern, die plötzlich Ende der sechziger Jahre über die Tanzfläche erschienen. Necme blinkte kaum mit dem Auge. Er imitierte mit Erfolg das Ganze, mit einer Kombination von gewöhnlichen Timern und einem alten, gemeinen Tonbandgerät. Und schon waren wir mit unseren psychedelischen Festivitäten Allen voraus…Nicht zu vergessen, das berühmte HAIR- Musical Ensemble hielt zu dieser Zeit seine Proben in Eichkamp ab. Die exklusive HAIR Tanzabende waren Gang und Gebe. Und uns stand Allen mehr als sechs Monate lang das HAIR hoch..
    Aber als eine Art stiller Andacht an Necme, muß ich Euch eine persönliche Geschichte von ihm erzählen, nämlich wie er zu seinem Spitznamen kam.
    Irgendwann besuchte eine Chinesische Freundin Necme, die in London wohnte. Als die Zeit kam, flog das Mädel zurück, aber aus Versehen nahm sie seine Schlüssel mit. Nach den notwendigen Telefonaten ging die junge Dame zu einem Kurierunternehmen – der damaligen Zeit- und schickte das Päckchen ab. Nun, anscheinend der Angestellte der Firma nahm an, dass der Empfänger der Sendung auch demselben Volk gehört. So schrieb er den Namen des Empfängers als,
    Mr. Nes Met Tin CAN BEK…. Das brachte dem lieben Necme fortan den Spitznamen der „Chinese“ bei den Türkischen- und uns anderen- Freunden.
    Ruhe in Frieden altes Haus, und vielleicht kannst Du dem lieben Gott die nächste elektronische Erfindung vorführen, an die er gar nicht mal gedacht hat..
    Pavlo T.

  27. Eren Sagayam 4. September 2016 um 16:42 Link zum Kommentar

    Lieber Pavlo
    Eş ist ein sehr rührender Epilog an unseren lieben Necmettin.
    Als letzter, der ihn gesehen und mit ihm gesprochen hat und auch als erster die Nachricht von seinem unerwarteten Tod erfahren habe, bin ich tiefest traurig
    Eichkamp hat ein Symbol und ich edinen şehrin tren Freund verloren

  28. Herbert Heinischam 16. September 2016 um 11:06 Link zum Kommentar

    Unvergessliche Alt-Eichkamper,

    Eren Sagay hat uns gemeldet, dass Necmetin Canbek, die EICHKAMPLEGENDE, am 16. August 2016 in Antalya verstorben ist und am 17. August dort beerdigt wurde.
    Pavlo Tzivanakis hat einen seinem grossgriechischem Landsmann Homer würdigen Nachruhm geschrieben, viel zu wenig, um Necmetin in seiner ganzen Grossartigkeit gerecht werden zu können. Andere haben auch ihre Erinnerungen an Necme beschrieben, sodass es meiner Texte eigentlich nicht mehr bedarf.
    Aber Ihr verklemmten Vorachtundsechziger: niemand hat von seiner amourösen Leidenschaft berichtet, deren Erfolgsgeschichte nicht an Casanova, viel eher an Leporello´s Liste aus Mozarts Don Giovanni gemessen werden kann. Dass ihm da in seinem Eifer schon mal jemand unterkam, der unter einer anderen Nummer lief, und wie Necme davon berichtete: unvergesslich! Einmal war ich Zeuge, wie er eine Eichkamperin mit großäugig, schüchternem Blick fragte, wie er sie denn verführen könne. Ob sie ihm das verraten hat, weiß ich nicht. Aber es war ihm geglückt, wie ich später irgendwie erfuhr.
    Einmal begegnete ich ihm auf dem Eichkamp-Gelände mit seinem Rekorder unter dem Arm. Auf meine Frage, was er damit vorhabe, erwiderte er, dass gleich der Gerichtsvollzieher ihn besuchen komme. Unnachahmlich! Beneidenswerte Nonchalanz!

    Dass diese Auto-Bastlerkoryphäe durch einen (wahrscheinlich) nicht selbst verursachten Autounfall letztendlich zu Tode kam – was ein Kuriosum -, wird mir diesen unvergesslichen Menschen, möglicherweise auch Freund, für immer präsent halten. Ich möchte Necmetin hier für alles, was ich mit ihm erlebte, ein herzliches Danke sagen.

    Herbert Heinisch

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